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„Warum willst du überhaupt, dass man mich sieht?“

Christian Lübbert

BA 14/2

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„Wir müssen nicht die Zuschauer in Schauspieler/Akteure verwandeln und Unwissende in Gelehrte. Wie müssen das Wissen anerkennen, das im Unwissenden am Werk ist und die Aktivität, die dem Zuschauer eigen ist. Jeder Zuschauer ist bereits ein Akteur seiner Geschichte. […] Es bedarf der Zuschauer, die die Rolle aktiver Interpreten spielen, die ihre eigene Übersetzung ausarbeiten, um sich die ›Geschichte‹ anzueignen und daraus ihre eigene Geschichte zu machen. Eine emanzipierte Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft von Erzählern und Übersetzern.“

Jacques Rancière, Die emanzipierten Zuschauer

»We don’t need to turn spectators into actors or the untaught into academics. We need to acknowledge the knowledge working in the untaught and the activity that is peculiar to the spectator. Each spectator is an actor of his story already. […] It requires the spectators to take the role of active interpreters working out their own translation to acquire the ›story‹ and build their own story out of it. An emancipated community is one of story-tellers and translators.«

Jacques Rancière, The Emancipated Spectator