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Let's Play Modernism

Fabian Heitzhausen

BA 13/2

Musik von Christoph Busse

www.fabianheitzhausen.de

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Im Internet lassen sich viele Videos finden, die unter dem Titel „Let's play …“ verschiedenste Computerspiele vorstellen. Die Spieler nehmen hierfür ihre gesamte Spielzeit per Video auf und lassen andere daran teilhaben, wie sie in die digitale Welt eintauchen und wie sie sich in dieser verhalten.

Die Arbeit „Let's Play Modernism“ basiert auf dieser Idee, das Spielen und Sehen zu teilen. Sie besteht aus zwei Videos, die in Wechselwirkung zueinander abgespielt werden. In dem einen Video bewegt sich der Betrachter durch ein Gebäude, das aus computergenerierten Versatzstücken moderner Architektur in einem Programm zur Spielentwicklung konstruiert wurde. In dem anderen Video sind kurze Szenen aus diversen Filmen zu sehen, in denen moderne Architektur dargestellt wird. Durch das eklektische Aneinanderreihen und Zusammenschneiden dieser Filmszenen löst sich die Architektur von dem Kontext in dem sie im  jeweiligen Film gezeigt wird und es bildet sich eine neuartige Architekturerfahrung.

In „Let's Play Modernism“ treffen moderne Architektur und Digitalität aufeinander und gehen eine Einheit ein, von der unklar ist, was sie bedeutet. Die Arbeit untersucht letztlich das, was wir von der Beziehung der Moderne in Bezug zur Digitalität lernen könnten. Die formellen Eigenarten und Ähnlichkeiten spielen dabei genauso eine Rolle, wie die gedanken-geschichtlichen Bezüge von Architekturtheorie im Spiel mit der ontologischen Andersartigkeit digitaler Datensätze und ihrem Möglichkeitsraum.

In the Internet you can find many videos under the title “Let's play …” which introduce various computer games. In these videos, the players capture their entire gameplay on video and share their experience as they immerse themselves in the digital world and how they behave in it.

The work “Let's Play Modernism” is based on this idea of sharing the experience of playing and seeing. It consists of two videos which are shown at the same time. In the first video the viewer moves through a building that consists of computer-generated set pieces of modern architecture, which were built in a program for game development. In the other video, short clips from various films are shown in which modern architecture is presented. Through the eclectic juxtaposition and combination of cutting scenes, the architecture is detached from the context of the respective film and forms a novel experience of architecture.

In “Let's Play Modernism”, modern architecture and the digital form a union which is not clear what it's all about. The work examines what we could learn from the relationship between modernity and the digital. The formal peculiarities and similarities play the same role as the thought-historical references of architectural theory in a playful game with the ontological otherness of digital data and their space of possibilities.