Index
Text

Ich bin gut angekommen

Natalie Richter

BA 13/2

Image
Image
Image
Image
Image
Image
Image

Thema meiner Bachelorbeit ist die fotografische Auseinandersetzung mit dem Familienalbum.
In den 1950er bis 1970er Jahren investierte mein Großvater viel Zeit, um sein Leben und das meiner Familie in Bildern festzuhalten. Das Resultat sind vier Fotoalben, welche neben den üblichen Schnappschüssen auch eine umfangreiche Dokumentation seiner Arbeit auf Montage enthalten. Mein Großvater war Schlosser bei einer größeren Firma und auf eine bestimmte Art des Schweißens spezialisiert, die vor allem beim Bau kugelförmiger Gasbehälter und Brücken eingesetzt wurde. Es reizte mich, diese Bauwerke aufzusuchen und ihren Wandel fotografisch festzuhalten. Im Zuge meiner Auseinandersetzung mit den Familienalben fielen mir weitere Details auf. Noch heute existierende Gegenstände, wie z.B. ein Hund aus Porzellan oder eine alte Metallkiste, die sich vereinzelt und häufig versteckt auf den alten Bildern befinden, sowie bestimmte Ansichten der unmittelbaren Umgebung des Hauses meiner Großeltern, veranlassten mich, Gegenwart und Vergangenheit miteinander in Verbindung zu setzen. Ausgehend von dem alten Bildmaterial versuchte ich Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart zu finden und anhand dieser einen Auszug meiner Familiengeschichte zu rekonstruieren.

In meiner Arbeit geht es aber nicht nur um den reinen Vergleich der beiden Zeitebenen, sondern auch um die Frage inwiefern private Bilder Teil des kollektiven Gedächtnisses sind und allgemeingültige Aussagen über unsere gemeinsame Geschichte enthalten.

Die Arbeit wird in Form eines Buches präsentiert.

I arrived well

Subject of my bachelor thesis is the photographic examination of the family album.
In the 1950s to 1970s, my grandfather spent a lot of time to record his life and that of my family in pictures. This resulted in four albums, which include the usual snapshots , but also an extensive documentation of his work on construction sites. My grandfather was a locksmith/metal worker at a large company and specialized in a certain type of welding, which was mainly used in the construction of spherical gas tanks and bridges. I was tempted to visit these monuments and record their changes photographically. During my examination of the family albums I noticed more details. Objects, still present in my grandparent's household, such as a dog made of porcelain or an old metal box, as well as certain views of the immediate surroundings of the house, can be found sporadically and often hidden in the old pictures. This finding prompted me to combine past and present. Based on the old pictures I tried to find traces of the past in the present and to use these to reconstruct an excerpt of my family history.

My work is not just about the simple comparison of the two time levels, but also about the question of how private pictures can be part of a society’s collective memory and can contain general statements about our common history.

The work is presented as a book.