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Engramm

Stephan Pfrogner

BA 14/2

www.stephan-pfrogner.photography

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Holstentor, Lübeck

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Jugendheim/youth center, Essen-Kray

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Wohnhaus/residential building, Alsdorf

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Wohnhaus/residential building, Dortmund-Bodelschwingh

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Haltestelle/bus stop Schule Hillergossen, Bielefeld

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Bernsberger See, Bergisch-Gladbach

Meine Arbeit Engramm ist ein Versuch, scheinbar verlorengegangene Erinnerungsorte von Nichtgeburtsblinden zu erfahren und sie sowohl fotografisch festzuhalten als auch mit ihrem Porträt der Person in Einklang zu bringen. Bei Menschen, die im Laufe ihres Lebens erblindet sind, lässt sich ein fortschreitender Verfall von Erinnerungsbildern bzw. Engramme feststellen. Im schlimmsten Fall ist der Bildverlust so groß, dass es zu einem kompletten Erlöschen kommt. Diesen Zustand nennt John Hull, der Autor des Buches „Im Dunkeln sehen“,„tiefe Blindheit“. Tritt dieser Zustand der tiefen Blindheit ein, würden Betroffene laut des deutschen Psychologen Ernst Pöppel Gefahr laufen, ihre Identität zu verlieren und damit auch den Blick auf ihr vergangenes Leben.

My work Engramm is an effort to get to know lost places of memory of people that are blind, but were not born so. I represent those memories photographically and try to bring them in line with portraits of the blind persons. With people who lost their sight over years one can notice a progressive decay of their images of memory. If the worst comes to the worst the images can disappear completely.

John Hull, author of the book „Touching the Rock“, calls such a situation „deep blindness“. According to the German psychologist Ernst Pöppel those persons concerned run a risk to lose their identity and with it the sight of their former life.